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Flag  02.11.– 11.12.2007



Pip Culbert  Shreded Flag  2007
polyester, metal eyelets, pins, 153 x 90 cm



Pip Culberts work transcends the borders between art and every-day-life. Discarded objects from our daily life, e.g. trousers, shirts, bags, and cushions find a new context and are literally given a new existence. Pip Culbert chooses objects we all recognize from our personal use challenging the way we see and think about them.
On first look we encounter the fabric outlines of objects whose inner mass has been cut away leaving behind all but the seams and threads. Weightlessness pervades these works and we wish to hold them to discover their two-dimensional secret.
They simulate depth and volume yet remain virtual in character. What at first may appear abstract and timeless can somehow revert simultaneously to a metaphor for personal memory. The works’ mathematical rigor and economy of line is balanced by their materiality as it is with the presence of used objects or articles of pre-worn clothing.
Pip Culberts ‘wall-drawings’ open a space between the aesthetic experience of vision and the associations these works invoke. Here the mantra ‘less is more’ – this apparently hackneyed circumscription for the concentration on essentials – is made accessible to the viewer in a surprisingly new and vivid way.
*please scroll down for English and German text*


Pip Culbert  Patriot I (black shirt) 2007
cotton, buttons, pins, 99 x 110 cm

In Pip Culberts Arbeiten verschwimmt die Grenze zwischen Kunst und Alltagswelt. Alte, gebrauchte und abgelegte Gegenstände des täglichen Lebens, z.B. Anzughosen, Hemden und Krawatten oder Taschen und Kissen werden in einen neuen Zusammenhang gesetzt und gleichsam zu neuem Leben erweckt. Wir kennen die Gegenstände, die Pip Culbert für ihre Arbeiten auswählt, aus dem persönlichen Gebrauch und werden nun herausgefordert, sie neu zu be-denken.
Auf den ersten Blick sieht man die zeichnerisch anmutenden Umrisslinien verschiedener stofflicher Objekte, die ihres Füllmaterials beraubt worden sind. Übrig geblieben sind nur die Nahtstellen, die wenigen Fäden, die ihre Form festlegen und zusammenhalten. Die Arbeiten wirken schwerelos, beinahe flüchtig und wecken dabei zugleich den Wunsch, sie mit den Händen zu greifen und festzuhalten. Obwohl uns in ihrer Dreidimensionalität wohlvertraut, begegnen uns die Dinge hier plötzlich zweidimensional und scheinen Volumen oder Tiefe nur vorzutäuschen; sie haben einen fast virtuellen Charakter. Einerseits erscheinen sie abstrakt und zeitlos, dienen aber im selben Augenblick als Metaphern für konkrete und persönliche Erinnerungen. Die mathematische Strenge der sparsamen Linien wird relativiert durch die menschliche Anmutung und Materialität von getragenem Stoff.
So eröffnen uns Pip Culberts ‘Wandzeichnungen’ einen Raum zwischen der ästhetischen Erfahrung des Sehens und den dahinter verborgenen Assoziationsmöglichkeiten. ‘Weniger ist mehr’ – diese scheinbar abgegriffene Umschreibung der Konzentration auf das Wesentliche erschliesst sich dem Betrachter hier auf überraschend neue und eindringliche Weise.


Pip Culbert  Parachute (without Bomb) 2007
silk, canvas, pins, 280 x 148 cm


 


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