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Visible Invisible – Zeichnung

Berlin | 11 September to 23 October  2004


Once Shakespear  2004
Pastel on Paper
32 x 54 cm (image)
56,5 x 76,5 cm (paper)


Maria Kontis' Visible Invisible (English version)


We turn to Kontis' drawings in order to see more than what is accessible to our vision.
She does not draw what we see in our day to day lives. Her drawings do not simply copy or represent what we have already seen. They are a fascinating addition to the organisation and management of our vision. They are an excess to any administered and technologically controlled vision.

In these drawings something slips beneath our gaze. A photograph is transformed. Letters on
a page fall away into eternity. Each visible thing appears anew and comes into contact with the very ground of its visibility. Drawing out and away from the photograph, we encounter those invisible forces which condition our vision - the dynamic forces creating our experience of the world. More than a photo. More than a letter. More than a book.

To see is always to see more than one sees. "Never does the soul think without phantasm"
(Aristotle, De Anima III 7&8)

Maria Kontis' Visible Invisible
(German version)

Wir befassen uns mit den Zeichnungen von Maria Kontis, da sie sogleich das Gefühl vermitteln, dass es um mehr als die bloße Abbildung geht. Es sind keine Kopien oder Darstellungen von etwas, das wir schon einmal gesehen haben oder was uns aus dem täglichen Leben vertraut ist. Vielmehr erfahren wir bei ihrer Betrachtung eine faszinierende Erweiterung der Begrenzt- und Kontrolliertheit unseres Sehens.
Auf diesen Zeichnungen wird unserem Blickfeld etwas entzogen, zugleich aber auch etwas hinzugefügt. Die photografische Abbildung wird gleichsam umgewandelt. So scheinen beispielsweise die Buchstaben auf einer Seite in die Ewigkeit abzudriften. Alles Sichtbare erscheint neu und man fragt sich, was jede Erscheinungsform letztlich im Grunde bestimmt.
In dem Moment wo die Zeichnung den Charakter der Photografie transzendiert, kommen wir
als Betrachter in Berührung mit den unsichtbaren Kräften, die unser Sehen bestimmen und jede Erfahrung und Erkenntnis der Welt um uns herum erst ermöglichen. Es ist immer mehr
als ein Foto. Mehr als ein Brief. Mehr als ein Buch.
Sehen bedeutet immer, mehr zu sehen als man sieht. “Die Seele denkt niemals ohne Phantasmen.”
(Aristoteles, De Anima III 7&8)


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