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flock
Berlin 03.12.05 – 21.01.2006


Installation view featuring
tender  2005
digital lenticular photograph
2 parts, 116 x 72 cm each

flock (English)
Leisure gives us time to think. Poise and stillness make for conditions more readily useful for broader, deeper, perhaps more sophisticated thought. Not that action and velocity are somehow vapid. The slow elegance of a languid pace makes for clearings whereas vivacity
fills them.
The work of Sarah Ryan does not oppose popular culture, fragments of a lifestyle many would conceive as fashionable and aspiration are depicted, instead it appears to slip quietly away from frenzied behaviour and reactionary posturing. The trappings of a fashionable life, the clothes, the décor, the architecture, become calming reminders of the relationships that move in and about them; humanity is restored to commodities.
The subtle shifting movement, the casual glimpsing scenario, the reaching for depth, living as depicted by Ryan is a process, ones life being a subtle flow and not a collection of disconnection’s. Ryan’s lenticular photographs transform the artifice of representation into a more humane articulation by draining a moment of its urgency.

flock (German)
Muße gibt uns Zeit, nachzudenken. Innehalten und Stille sind gute Bedingungen für ein breiter angelegtes, tieferes, vielleicht komplizierteres Denken. Damit ist nicht gemeint, dass Action und Geschwindigkeit irgendwie sinnlos wären. Die langsame Eleganz eines träumerischen Schritts zielt auf Lichtungen ab, wohingegen Lebendigkeit diese füllt.
Die Arbeiten von Sarah Ryan stellen sich nicht gegen populäre Kultur, sie bilden Fragmente eines Lebensstils ab, den viele als modisch und zielstrebig empfinden würden; dabei scheinen sie jedoch dem hysterischen Benehmen und reaktionärem Posieren einfach ruhig aus dem Weg zu gehen. Die Kennzeichen eines modischen Lebens, die Kleider, das Décor, die Architektur werden beruhigende Erinnerungen an die Beziehungen, die sich in ihnen und um
sie herum bewegen; Güter erhalten ihre Menschlichkeit zurück.
Die subtile Verschiebung, das wie zufällig aufgenommene Szenario, das Streben in die Tiefe, kurz - das Leben, wie es von Sarah Ryan abgebildet wird, ist ein Prozess; unser Leben ist ein sanftes Fließen und nicht eine Ansammlung von auseinandergerissenen Verbindungen. Die linsenartigen Fotografien von Ryan verwandeln die Kunst der Darstellung in eine menschlichere Äußerung, indem sie diese eines Aspekts ihrer Dringlichkeit berauben.


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